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In so ziemlich jedem Artikel und Video zum Thema "Kreativität" wird von Little-C (Alltagskreativität) und Big-C (Genius) gesprochen...

Hmm, naja.
Schon gut, den Unterschied zwischen jemanden zu kennen, der "kreativ" kocht (Little C) und jemanden, der Gamingkonsolen bauen kann (Big C)..
Aber das wusste ich vorher auch schon...
Entgegen der im Internet weit verbreiteten Ansicht, divergentes und konvergentes Denken wären Grundlage aller Kreativität,
geht die Forschung bereits seit dem Jahr 2000 durch die Untersuchungen ⚗ von Csikszentmihalyi und Wolfe davon aus, dass es sich bei Kreatvitität keinesfalls
einfach nur um die ein oder andere "Denkform" handelt.
Quelle: Spektrum.de
Inwieweit Kreativität von Intelligenz abhängig ist, ist umstritten.
Fakt ist, dass hohe Intelligenz und umfangreiches Wissen noch keine kreativen Problemlösungen garantieren.
Ausgeschlossen werden kann nach Kurt A. Heller auch, dass Kinder allesamt die selben kreativen Fähigkeiten hätten.
Wir von Fancythatshit.com möchten uns ebenfalls von einem "tagträumerischen" Kreativitätsbegriff distanzieren.
Computer- und Videogames gelten allgemein nicht als Kunstform, sondern als Designform.
Gamedesign wird den sog. "kontinuierlichen Medien" (Tannbaum, 2000) zugeordnet.
Wie Musik und Videos können Videogames nur durch die Wahrnehmung eines Zeitraumes konsumiert werden.
Bild-Quelle: Cyberpunk 2077, Entwickler: CD Projekt RED, Publisher: CD Projekt, 2020
Ein kreatives Werk bietet einen Mehrwert für einen Teil der Weltbevölkerung, entweder als Statement zu einem Trend, als Performance oder in einem zeitunabhängigen Zusammenhang, der über gesellschaftliche Bedingungen der Gegenwart hinweg Geltung besitzt und zu einem Paradigma der jeweiligen Disziplin werden kann.
Darüber hinaus gibt es auch kreatives Schaffen, das auf den Zweck des Marketings ausgerichtet ist.
Der Begriff "Kreativität" steht in Zusammenhang mit dem Begriff "Inspiration" (eine Verarbeitung von Reizen zu einer gestalterischen Handlung).

Ich hab schon sooo viel über KI
gehört und ich kanns nicht mehr hören!
Fancythatshit.com meint:
KI kann prinzipiell nur das ersetzen, was reproduzierbar ist.
Durch KI ist nicht weniger
menschliche Kreativität gefragt,
sondern mehr.
Fancythatshit.com meint, dass wir als Kreativ-Schaffende im 21. Jahrhundert durch KI vor der selben Herausforderung stehen, wie das etwa ab 1839 mit der Entwicklung der Daguerreotypie und der daraus entstandenen Fotografie der Fall gewesen ist:
Bildquelle: Envato
Zwischen 1890 und 1920 löste die neu entdeckte Fotografie die fotorealistische Malerei ab.
Vor der Fotografie gab es von Persönlichkeiten, die es sich leisten konnten, Portraits von ausgebildeten Malern.
Hofmaler Van Dyck in seinem Atelier, ein Porträt von Charles, Prinz von Wales, Sohn von Charles I.,
1876, Hermann Schneider
Maler verloren durch die Fotografie das Interesse an einer möglichst fotorealistischen Darstellung in ihren Malereien und wandten sich abstrakteren Formgebunden und Techniken zu, welche zu Stilrichtungen wie bspw. Kandinski, Impressionismus, Surrealismus und Dadaismus führten.
Durch KI steht uns eine ähnliche Entwicklung bevor.
In unserem Video gehen wir u.a. auf Kreativität, Disziplin und den gänzlich unkreativen Coaching-Angeboten heutzutage in zwei europäischen Gesellschaftsformen ein.
Du hast dich schonmal an Kreativitätstechniken wie "Brainstorming" versucht?
Funktioniert es bei dir nicht - oder nur manchmal?
Da bist du nicht die einzige Person!
Das Problem ist, dass solche Techniken "akademisch" sind. Sie sollen eine "Stütze" darstellen.
Diese Techniken gehen davon aus, dass "divergentes" (also kreatives) Denken isoliert geübt werden könnte,
so wie das Pauken in der Schule oder der Universität, damit das Ergebnis mit einer guten Note bewertet werden kann.
Kreativität funktioniert komplexer.
Zu einem Bündel an Fähigkeiten werden Kreativen nichtkognitive Persönlichkeitsmerkmale zugeschrieben:
Ästhetisches Feingefühl, Neugier und Explorationsdrang, Erkenntnisstreben, Toleranz gegenüber Ambiguität und Komplexität, nonkonformistische Haltung, Zielfixierung, Persistenz.
2016 flog der damals 42-jährige Autist Stephen Wiltshire mit einem Hubschrauber über Mexico City und betrachtete die Stadt, um danach ein über 6 Meter langes Panorama davon aus dem Kopf zu zeichnen. Bild-Quelle: StephenWiltshire.co.uk, CC-0
Ist Wiltshire kreativ? - Antwort: Nein.
Wiltshire hat zwei Fähigkeiten: Erstens, er kann zeichnen. Zweitens, er kann Dinge, die er einmal gesehen hat, zeichnerisch aus dem Gedächtnis wiedergeben.
Aber beides macht keine Kreativität aus.
Es ist zwar richtig, dass Zeichnen eine wichtige Grundlage aller visuell erschaffbaren kreativen Erzeugnisse ist. Zeichnen ist deshalb aber noch keine kreative Fähigkeit.
Sondern ein Hilfsmittel.
Eine Zeichnung kann durchaus kreativ sein.
Aber nicht jede Zeichnung ist kreativ.
Warum?
Kreativität erfordert, zusätzlich zur Abbildung, die Hinzugabe einer Idee, welche für andere einen Mehrwert erzeugt.
Zwar erzeugt Wiltshire einen Mehrwert - Jedoch durch bloße Abbildung, nicht durch Kreativität.
So wie ein Autist, der 18-stellige Zahlen im Kopf dividieren kann, nur ein besonders schneller Taschenrechner ist. Aber deshalb keine Formeln entwickeln kann.
McQueen mit einem lebenden Vogel auf dem Arm, Modenschau der Givenchy-Kollektion 1997, Paris. FOTO: AOP
BILDQUELLE:
Ilta-SANOMAT IS.FI
Während des spektakulären Konkurrenzkampfes der Industriegiganten Bernard Arnault (LVMH) und Francoise Pinault (Kering), welche beide in den 1990ern den Trend ihrer Luxusmarken erkannten und Designer wie John Galliano und Alexander McQueen engagierten, sie in extravaganten Shows mit Performancekunst auftreten und sie letztendlich teuer für ihren Ruhm bezahlen ließen.
McQueen nahm sich 2010 das Leben.
Kreativität kann unter Leistungsdruck entstehen. Aber es hat Grenzen.
Dieser Artikel wurde ohne den Einsatz von künstlicher Intelligenz verfasst.
Autor: Martin Tomaschewski, 25.09.2024
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